Profil schärfen für einen Politikwechsel

Neujahrsempfang der GRÜNEN

Trotz schlechtem Wetter fanden über 40 Mitglieder und Sympathisanten den Weg zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Kreisgrünen und des Ortsverbands Limburg in das vegetarische Restaurant „Broccoli“ in Limburg.

Mathias Wagner während seiner Reed auf dem Neujahrsempfang

Mathias Wagner während seiner Rede auf dem Neujahrsempfang

Vorstandsmitglied Simon Lissner stellte den im Dezember gewählten Vorstand vor und freute sich über die Verstärkung. Mit Udo Sartorius, Christof Lenz, Cornelius Dehm und Jürgen Deuster als neue Vorstandsmitglieder, erhält der Vorstand des Kreises Verstärkung für die Vorbereitung der Kommunalwahlen. Bestätigt wurden Rüdiger Schultheis, Wolfgang Lippe (Kreisschatzmeister) und Simon Lissner. “Mit Jürgen Deuster ist nun auch die Kreistagsfraktion im Vorstand vertreten” freute sich Lissner. Auf die Veränderungen in der Fraktion eingehend, begrüßte er Sabine Heuser-Eltgen als Nachrückerin für Alexander Wright. Alexander Wright, der als Überraschungsgast mit großem Applaus bedacht wurde,  hat, nun ins Berufsleben eingestiegen, den Kreisverband gewechselt. „Seine Arbeit hat positive und nachhaltige Spuren in der Kreislandschaft hinterlassen. Viele seiner Vorschläge finden heute seine Umsetzung zugunsten des Kreises”, so Lissner.

Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Strengmann-Kuhn stellte den Grünen Weg in der Sozialpolitik vor. „Über 10% der Menschen in Deutschland sind nach europäischen Richtlinien arm, das ist zu viel“, so der Abgeordnete. „Es bedarf einer sozialen Sicherung, die erwerbsunabhängig ist. Einer der Grundlinien Grüner Politik ist die Emanzipation. Dazu gehört auch die Freiheit des Einzelnen zu entscheiden, wie er sein Leben gestalten möchte. Unabhängig davon, muss er im Alter eine Rente bekommen, die zum Leben ausreicht“, so Strengmann-Kuhn weiter.

Der parlamentarische Geschäftsführer der GRÜNEN im Landtag, Mathias Wagner, sagte mit Blick auf die aktuelle Bundes- und Landespolitik: „Herr Koch und Herr Hahn wollten mit ihrer Koalition in Hessen ein Modell für Deutschland sein. Das ist auf merkwürdige Art gelungen: Hier wie dort wohnte dem Start einer neuen Regierung noch nie so wenig Zauber inne. Hier wie dort fehlt es an Ideen, Konzepten und Engag ement. Hier wie dort fragt man sich, warum die vermeintlichen Wunschpartner nach wenigen Monaten schon so unglücklich wirken“. Schon die Hälfte aller Hessinnen und Hessen werde auf kommunaler Ebene unter Mitverantwortung der Grünen regiert. Das sei auch ein Ansporn für die kommunale Arbeit in Limburg-Weilburg. „Der Zuspruch für die Grünen, die bei der letzten Landtagswahl ein hervorragendes Ergebnis erzielt haben, wächst auch auf kommunaler Ebene weiter“ ermutigte der Landespolitiker seine Kollegen und Kolleginnen vom den Ortsverbänden. Dieses Jahr gelte es, eine starke Liste für die Kommunalwahlen 2011 aufzustellen, um GRÜNE Politik auch in Kreis noch tragfähiger zu machen.

Auf die Regierungen im Bund, Land und Kreis eingehend, stellt Cornelius Dehm, Vorstandsmitglied und Sprecher der Grünen Jugend Limburg-Weilburg, fest, dass eine Politik zu Lasten der kommenden Generationen gemacht werde. „Wer jetzt auf Pump lebt, muss später seinen Enkeln erklären, warum man früher über dem Niveau gelebt hat und der Jugend trotzdem keine guten Voraussetzungen schaffen konnte“, so Dehm. Er  freue sich auf ein Jahr der intensiven Kommunalwahlvorbereitung und den dadurch folgenden Politik- und Generationenwechsel in den kommunalen Parlamenten.
Die Kommunen müssten immer mehr leisten, so der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag Heinz-Jürgen Deuster. „Und in unserem Kreistag sitzen mit Karlheinz Weimar und Helmut Peuser zwei Landtagsabgeordnete, die dem Klientelentlastungsgesetz zugestimmt haben. Bei CDU und FDP gelten häufig die 3 V´s. Vasallentreue vor Vernunft“ so der Fraktionsvorsitzende weiter.  Die Grünen müssten ihr Profil schärfen um für einen Politikwechsel sorgen zu können.

Den unterhaltsamen Part gestaltete das Alexander Root Duo (Gitarre, am Kontrabass Leon Lissner), mit angenehmer Jazz-Musik.

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2 Reaktionen zu “Profil schärfen für einen Politikwechsel”

  1. Sabine Wirth

    Leider konnte ich in diesem Jahr nicht an dem Neujahrsempfang teilnehmen. Leider kann ich dem Artikel auch keine Ausführungen von der Fraktion oder dem Limburger Ortsverband entnehmen. Unterhalb von Kreis gibt es anscheinend nichts -Schade . Bei der Gründung der Grünen vor 30 Jahren wurde dezentralisierung propagiert und Bürgernähe – Basisdemokratie. Das war wohl mal. Dann kann man ja auf den Generationenwechsel gespannt sein bei der kommenden Kommunalwahl.

  2. Simon Lissner

    Liebe Sabine,
    nein – so ist das alles nicht … Ich kann mich an Barbaras Beitrag sehr wohl erinnern. An welchem Pt. das beim Erstellen der PM unter den Tisch gefallen ist, klären wir grade. Wirklich dumm gelaufen, aber das wird natürlich in aller kürzester Kürze Online korrigiert …
    Wir hatten diesmal so viele Redner/innen mit Rede-Wünschen wie schon seit Jahren nicht mehr auf einem Neujahrsempfang. Eventuell waren wir da schlicht etwas überfordert … ;-) )
    Entschuldigung und wir geloben Besserung!

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