Problematik der Jugendpflege in Weinbach, Weilburg, Löhnberg
Die Jugendarbeit der drei Kommunen Weinbach, Weilburg, Löhnberg wird in der letzten Zeit sehr emotional diskutiert und oft in sehr einseitig dargestellt.
Die GRÜNEN luden im Februar 2002 zu einer Podiumsdiskussion nach Weinbach ein, damit die Parameter für eine erfolgreiche Jugendarbeit klar wurden.
Die Jugendarbeit sollte sich an die Jugendlichen richten, die abseits der Gesellschaft agieren, die die Angebote der Vereine oder Schulen nicht wahrnehmen.
Der Jugendpfleger sollte auch als Schnittstelle zwischen Jugendlichen und sämtlichen Stellen der Jugendhilfe und Bildungseinrichtungen fungieren.
Diese Arbeit wurde über Jahre nicht umgesetzt! Wir haben schlecht oder überhaupt nicht funktionierende Jugendräume, wir haben über Jahre Jugendliche, für die es keine Angebote seitens der Jugendpflege gibt.
Es gab heftige Querelen unter den Jugendpflegern, die selbst auf Anfragen der Parlamentarier nicht erklärt wurden.
Die Stimmung in der Bevölkerung ist gereizt, wenn das Thema Jugendpflege angesprochen wird. Das Kidscollege wird wahrgenommen, die übrige Jugendpflege scheint weder real noch in den Köpfen der Menschen zu existieren. Dies gilt es zu ändern. Die Konzepte der Jugendpflege gehören in den Parlamenten vorgestellt und mit Ihnen diskutiert. Schließlich soll hier der Wunsch und Wille der Bevölkerung umgesetzt werden.
Eine Jugendpflege wie bisher, bei der die meisten Gelder in das Kidscollege gehen, können sich die Kommunen nicht leisten. Auch hier fordern wir die beteiligten Bürgermeister auf, offen zulegen, wie die Verteilung der Gelder der Jugendpflege in den vergangenen Jahren war.
Das Kidscollege erreichte in den drei Kommunen lediglich 54 Familien. Ein solches durchweg positives Angebot gehört in die Hände eines anderen Trägers, wie dem Jugendbildungswerk oder der VHS.
Wir in den Kommunen, sind angesichts der leeren Kassen in erster Linie denen verpflichtet, die unsere Hilfe brauchen, damit wir diese jungen Menschen nicht aus unserer Gesellschaft verlieren.
Am 2. Mai 2010 um 08:36 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Schrecken las ich Ihr Statement zum Thema. Ich bin aus meiner Mitarbeit involviert in das Projekt Kids College.
Es wäre wichtig wenn Sie eine Richtigstellung zum Thema geben, denn das Projekt Kids College ist nur ein Teil der Gesamtführung von Thorsten Heimann. Der Bereich der Jugendpflege ist der Stadt Weilburg zugeteilt. Herr Heimann steuert die pädagogischen als auch die betriebswirtschaftlichen Gesamtaufgaben. In jahrelanger ehrenamtlicher Mitarbeit sind die Strukturen klar, genauso die Kritik der Jugendpflegen im Kreis, denn schließlich kommen ja die Kinder von überall, weil es sich eben um etwas einmaliges handelt. Genauso sieht es übrigens Eucu.net in Wien.
Gerne werde ich in den nächsten Wochen mit vielen anderen Dozenten für Klarheit sorgen, dann stellen wir Ihnen auch gerne Kinder mit Spastik, Kiefer Gaumen Spalte oder Rollstuhlfahrer vor. Oder Sie fragen mal die KITA der Lebenshilfe, sie hat mit einer ganzen Gruppe an einer Aktion teilgenommen. Kinder aus Hartz 4 oder aus sozial benachteiligten Familien wurden durch ein ehrenamtliches Team akqquiriert und haben zahlreich teilgenommen. Ich bedauere Ihren Bericht sehr und freue mich wenn Sie zugunsten derjenigen die es betrifft, die Kinder, künftig für eine Lösung sorgen und lieber versuchen den Fortgang des Projekts zu ermöglichen.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich wenn Sie die aktuelle Lage noch einmal kritisch und aus einer anderen Sicht hinterfragen.Danke