Arndt Klocke (MdL, NRW) zur Schmutzkampagne gegen Jürgen Trittin

Köln, den 17.9.13

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir die Erklärung des MdL Arndt Klocke zu den Vorwürfen gegen Jürgen Trittin und die GRÜNEN:

Um was es hier geht und um was nicht:
Die Grünen waren in ihrer Gründungsphase Anfang der 80er ein bunt gemischter Haufen, indem versucht wurde, alle möglichen Initiativen und Bewegungen unter einen Hut zu bringen und als „Anti-Parteien Partei“ in die Parlamente zu gelangen. Dabei gab es unterschiedliche Gruppierungen, mit denen man heute jegliche Kooperation im Ansatz verweigern würde; wie kommunistische K-Sekten, rechte Eso-Öko Gruppen oder auch Pädophile Arbeitskreise. Aus diesem chaotischen Sammlungsgebilde hat sich im Laufe der achtziger Jahre die heutige Partei Bündnis90/Grüne entwickelt, die seit 25 Jahren aus sehr wichtigen und guten Gründen keine Forderungen, auf keiner Parteiebene, in keinem Parlament oder Ausschuss nach „gewaltlosen sexuellen Handlungen mit Minderjähringen“ in ihrem Programm hat, sondern sich aktiv gegen die Verharmlosung von sexuellem Mißbrauch wendet. Deshalb hat der Bundesvorstand auch diese unabhängige Studie im Institut von Franz Walter zur Aufarbeitung der frühen Jahren der Grünen in Auftrag gegeben. Der Versuch von Teilen der Union, insbesondere der CSU und von Teilen der Presse, die heutigen Bündnisgrünen als „Täterpartei“ und „Kinderschänder-Truppe“ hinzustellen, ist natürlich dem Wahltag am 22.9. geschuldet. Wichtig ist, die Aufarbeitung weiter voranzubringen, Opfern Ansprechmöglichkeiten zu bieten und sexuellem Mißbrauch zu verhindern. Dies muss im übrigen auch für die FDP und für den Kinderschutzbund gelten, wo die ersten Ergebnisse der Studien zeigen, das auch hier Päderasten-Gruppen in den 80ern programmatisch aktiv waren. Wir Grüne setzen uns seit vielen Jahren bei Haushalts-Verhandlungen dafür ein, das Beratungsstellen wie „Zartbitter“ ausreichend finanziert werden und ihre wichtige Arbeit leisten können.“

Die „Frankfurter Rundschau“ zum Thema: „Entscheidend ist in solchen Fällen, ob es den Beteiligten gelungen ist, sich aus diesem gedanklichen Umfeld zu befreien. Das haben die Grünen eindeutig getan. Auch CDU und CSU haben Grund, das Recht auf Dazulernen für sich in Anspruch zu nehmen: Gegen ihren Widerstand setzten die Frauen im Bundestag 1997 (!) das Verbot der Vergewaltigung in der Ehe durch. Und im Jahr 2000 bedurfte es einer rot-grünen Mehrheit, um die elterliche Gewalt in der Erziehung zu ächten. Es gibt Dinge, da sollten die Meister des parteipolitischen Kampfgeschreis die Klappe halten. Alle miteinander.“

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