GRÜNE KMV zu Ernährung und Landratswahl

Die Kreismitgliederversammlung (KMV) von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beschäftigte sich vor kurzem in Dietkirchen mit dem Thema Ernährung und der Landratswahl.

Die Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch führte mit einem Referat in das Thema Einfluss der Werbung auf die Ernährung von Kindern ein. „Kinder essen heute nur noch 40% der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse. Fleisch, Limo und Süßigkeiten nehmen dagegen überhand. Und dies mit dramatischen Folgen. In Deutschland sind 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig“, so Nicole Maisch, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Bundestag. Sie kritisiert die oftmals irreführende Werbung. Der Aufdruck „gesünder aus Kuhmilch“ auf Kindermilch sei der Einstieg in functional foot – Essen mit Industriegeschmack. „Eine bestehende Selbstverpflichtung der Industrie wird nicht eingehalten. Die geschäftliche Unerfahrenheit von Kindern sollte nicht ausgenutzt werden. Stattdessen ist die Situation heute schlechter als vor Einführung der Selbstverpflichtung 2007“ so Maisch weiter. Um dem entgegenzuwirken fordert Maisch ein hochwertiges und attraktives Mittagessen in Schulen und Kindergärten und mehr Ernährungsbildung in Schulen. Dazu soll es nach den Vorstellungen der GRÜNEN eine Beschränkung der speziell auf Kinder gezielten Werbung und eine Lebensmittelampel, die anzeigt wie viel Fett und Zucker in einem Produkt enthalten ist, geben.

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN haben beschlossen zur Landratswahl keinen eigenen Kandidaten aufzustellen. „Bei dieser Landratswahl ist es sicher, dass Amtsinhaber Manfred Michel und Helmut Jung, der  1. Kreisbeigeordnete, zur Wahl stehen. Eine rein symbolische Kandidatur „dagegen“ macht für unsere Partei keinen Sinn. Einfach eine Kandidatin oder Kandidaten aufzustellen, damit die Wähler auch bei uns sein Kreuz machen können, genügt uns nicht“, so Wolfgang Lippe, Kassierer des Kreisverbandes. Eine Wahlempfehlung für die Landratswahl werden die GRÜNEN nicht aussprechen, so Lippe weiter. Die GRÜNEN Wählerinnen und Wähler sind mündig genug zu entscheiden, wen sie lieber mit der Führung der Kreisverwaltung betrauen.

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